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Schriftzug Stadt Husum
Titelfoto Leben
21.09.2017

»Husum ist Storms Stadt und Storm-Stadt«

Storm 200 Jahre Feierstunde Rathaus
(v.l.) Bürgermeister Uwe Schmitz, Prof. Dr. Philipp Theisohn, Präsident Th.-Storm-Gesellschaft, Dr. Christian Demandt, Sekretär der Th.-Storm-Gesellschaft, Ministerpräsident Daniel Günther und Bürgervorsteher Peter Empen.

© Pressestelle Stadt Husum

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Ratssaal des Rathauses war es still geworden. Vollste Aufmerksamkeit bei den Gästen, die während der Feierstunde anlässlich des 200. Geburtstages von Theodor Storm in den Genuss einer Lesung kamen. Unter anderem hörten sie Auszüge aus „Der Schimmelreiter“, wobei sich Husum beim Blick durch die großen Saal-Fenster fast wie inszeniert von grauer Seite zeigte. So, wie es Storm in seiner Novelle „Die Stadt“ niedergeschrieben hatte. Ein Hauch von Dramatik schwang mit, nicht nur wegen des trüben Wetters, sondern auch dank der Stimmgewalt von Sprecher Henning Westphal, der gemeinsam mit Dr. Christian Demandt, Sekretär der Theodor- Storm-Gesellschaft, die Lesung vornahm.

Das Programm des Abends war ein bunter Reigen aus Reden, Musik, Novellen, Gedichten und Gesprächen, wobei einer fehlte: Prof. Dr. Karl-Ernst Laage, Ehrenbürger Husums, Ehrenpräsident der Storm-Gesellschaft sowie Storm-Kenner durch und durch mit weltweitem Ansehen. Er verstarb im Juli diesen Jahres. „Was wir heute über Storm wissen, haben wir zu einem großen Teil der Arbeit von Herrn Laage zu verdanken. Sein Tod ist ein großer Verlust für Schleswig-Holstein. Wir werden sein Andenken und seine Werke gut bewahren“, so Ministerpräsident Daniel Günther, der es sich nicht hatte nehmen lassen, persönlich zum Festakt an den weltbekannten Dichter zu erinnern.

In Storms Werken sei es oft darum gegangen, die richtige Balance zwischen Tradition und Moderne zu finden. „Vor dieser kniffligen Aufgabe stehen wir heute immer noch. Vielleicht ist genau das der Grund für den großen Erfolg des Schimmelreiter“, so der Ministerpräsident. Er dankte der Theodor-Storm-Gesellschaft dafür, dass sie die Werke des Dichters lebendig halten. Besonders im Storm-Haus sei das sichtbar.

Storm 200 Jahre Feierstunde Rathaus 1
Sprecher Henning Westphal (re.) zog gemeinsam mit Dr. Christian Demandt, Sekretär der Theodor-Storm-Gesellschaft, die Gäste während einer Lesung in den Bann.

© Pressestelle Stadt Husum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bürgervorsteher Peter Empen übergab Daniel Günther ein Präsent, einen Storm-Kapuzenpullover. „Storm wärmt, nicht nur in Gedichten und Novellen, sondern auch ganz praktisch“, schmunzelte er bei der Übergabe. Zu den Gästen, darunter auch Prof. Dr. Philipp Theisohn und Dr. Christian Demandt – Präsident und Sekretär der Storm-Gesellschaft- , Ulf von Hielmcrone – Träger des Ehrenringes der Stadt -, Bürgermeister Uwe Schmitz sowie Kreispräsident Heinz Maurus, sagte er: „Husum ist Storms Stadt und Storm-Stadt und deshalb freuen wir uns, mit ihnen zusammen heute seinen Geburtstag zu feiern.“

Husumerinnen und Husumer fügten sich gerne ihrem Schicksal als graue Stadt am Meer, erhielten sie dadurch doch eine Publizität, die sie auch trefflich wirtschaftlich und kulturell zu nutzen verstünden. „Auch, weil wir uns als bunte Stadt emanzipieren können. Wir sind mächtig stolz, uns als Geburts- und Heimatstadt von Theodor Storm, dieser großen Persönlichkeit der deutschen Literatur, rühmen zu dürfen“, so der Bürgervorsteher.

Prof. Dr. Philipp Theisohn machte deutlich, wie es vor 200 Jahren in Husum war. Die Stadt habe zum dänischen Gesamtstaat gehört, etwa 3800 Einwohnerinnen und Einwohner gehabt, sich im Herzogtum Schleswig befunden und gerade die napoleonische Kontinentalsperre hinter sich gelassen. In seiner Zeitreise ließ er die Gäste an Storms Leben teilhaben, auch an den feinen Details, die er in seinen Werken als „flüchtig hingeworfene Zeichen“ niedergeschrieben hatte.

„Wer einen Wegweiser durch Storms Wirklichkeit benötigt, der sollte zu Storms gewidmeten Buch vom verstorbenen Professor Karl-Ernst Laage greifen. Dass er heute nicht unter uns sein kann, schmerzt uns und wenn ich ehrlich bin, gedenke ich seiner heute mit.“ Storm sei ein großes Geschenk gewesen, an denen man sich bis heute freuen dürfe. „Ohne dieses Geschenk wären wir bedeutend ärmer“, meinte Dr. Theisohn. Er und Dr. Demandt trugen sich auf Einladung vom Bürgervorsteher und Bürgermeister ins Goldene Buch der Stadt Husum ein.

Der Theodor-Storm-Chor sorgte für die musikalische Umrahmung, der anschließende Imbiss im Foyer für eine gute Grundlage weiterer Gespräche. Zur Feierstunde anlässlich des 200. Geburtstages von Theodor Storm hatten die Stadt Husum und die Theodor-Storm-Gesellschaft gemeinsam eingeladen.

Storm 200 Jahre Feierstunde Rathaus
Der Theodor-Storm-Chor sorgte für die musikalische Umrahmung während der Feierstunde.

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