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29.07.2019

HusumBus: ZOB herausgeputzt für Rendezvous/Einzigartige Ampelschaltung

Ralf Carstensen (rechts) und Hauke Jensen von der städtischen Tiefbauabteilung am ZOB, der dem neuen Konzept von HusumBus angepasst wurde.

© Simone Mommsen

Zum Neustart des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) wurde der ZOB dem neuen Konzept angepasst. So sind die massiven Windschutzwände verschwunden und wo früher graue Tristesse herrschte, weisen nun großflächige Haltestellen- und Hinweisschilder auf das neue ÖPNV-Angebot hin. Das war auch deshalb erforderlich, weil die Anordnung der Stadtbus- und Regionallinien auf dem ZOB neu strukturiert wurde. Neben dem Hinweis auf die entsprechende Linie gibt es am ZOB nun die aktuellen Fahrpläne ab 1. August.

Der Mittelsteg am ZOB diente früher eher als Wartebereich, weshalb dort Bänke und Windschutzwände aufgestellt waren. Neuerdings ist dieser Mittelsteg eine Rendezvous-Haltestelle. Bevor es allerdings soweit war, mussten die Barrieren weichen, um das Überqueren zum Ziel-Bus zu ermöglichen. Neben den auf dem Boden stehenden Haltestellen-Schildern gibt es zur Erleichterung der Orientierung zusätzlich unter dem Dach Hinweis-Schilder. Sitzgelegenheiten bieten Bänke an der Mühlenau.

Für den Regionalverkehr werden im Laufe des Jahres neue Wartezonen mit Sitzgelegenheiten auf dem ZOB-Mittelsteg eingerichtet.

Rendezvous-Prinzip

Nach dem Rendezvous-Prinzip starten und enden alle Buslinien immer zu den gleichen Zeiten am ZOB. Deshalb folgen auch die Abfahrtzeiten an allen anderen Haltestellen den immer gleichen Intervallen. Ein Beispiel: Der Bus der Linie 1 erreicht die Haltestelle Norderstraße planmäßig 17 Minuten nach und eine halbe Stunde später um 47 Minuten nach der vollen Stunde.

Dieses Intervall-Prinzip gilt den ganzen Tag für alle Haltestellen der Stadtlinien. Werktags beträgt das Intervall 30 Minuten, samstags 60 Minuten. Für die beiden Linien 6 und 7 zu den Nachbargemeinden Mildstedt, Hattstedt und Wobbenbüll gilt das stündliche Intervall auch wochentags.

Einzigartige Ampelschaltungen im Land

Der Rendezvous und die Umlaufzeiten funktionieren nur, weil alle Ampeln entlang der Hauptstraßen mit Vorrangschaltungen für die Busse ausgestattet worden sind. Wenn ein Bus auf eine Ampel zufährt, sendet er ein Signal und die Ampel schaltet mit der nächsten Ampelschaltung für den Verkehr aus der Richtung, aus der der Bus kommt, auf grün. Nur mit diesen massiven Eingriffen in die Ampelschaltungen konnte erreicht werden, dass die sehr kurzen Umlaufzeiten erreicht werden, ohne dass einzelne Straßen für den Individualverkehr gesperrt und zur reinen Busspur nach Hamburger Vorbild umgebaut werden mussten.

Was in Husum mit den Ampelschalten gemacht worden ist, ist einmalig in Schleswig-Holstein. Es gibt keine andere vergleichbare Kommune, die in diesem Umfang den Busverkehr beschleunigt hat. Autofahrerinnen und Autofahrer erkennen die Aktivierung der Vorrangschaltung, wenn links oder rechts neben der Ampel ein weißes „A“ leuchtet. Dann wird diese Ampel mit der nächsten Schaltung grün.

 

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