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27.06.2019

Kloster Husum: Zweite Runde für das Ehepaar Eggers

Das Ehepaar Eggers.

© Simone Mommsen

Im „Gasthaus zum Ritter St. Jürgen“ ist mit Frauke und Peter Jürgen Eggers der Kloster-Vorstand wieder komplett.  Sie wurden während einer eigens einberufenen Sitzung der Weiteren Gasthausversammlung einstimmig zum Klostervorsteher-Ehepaar für die Amtszeit 2019 und 2020 gewählt.

Die Husumerin und der Husumer betreten mit der Wahl kein Neuland, nahmen sie doch bereits vor acht Jahren das Ehrenamt des Klostervorsteher-Ehepaars an. Diese Aufgabe gaben sie allerdings turnusgemäß in diesem Jahr in andere Hände ab. Nachdem überraschend ein anderes Ehepaar kürzlich den achtköpfigen Kloster-Vorstand außerhalb der offiziellen Amtszeit verlassen hatte, musste eine Lösung her und die ist nun mit der Wiederkehr von Ehepaar Eggers zügig gefunden worden.

Während der bereits erwähnten Sitzung wurden außerdem gewählt: Klostervorsteher Rainer Maaß für zwei weitere Jahre (2022 und 2023) sowie Klostervorsteher Pastor i. R. Kurt Puls für zwei weitere Jahre (2024 und 2025). Des Weiteren beschloss die Runde, Rainer und Eva Maaß für die Jahre 2019 und 2020 erneut die Speisemeistertätigkeit zu übertragen und damit die Verantwortung für die Geschäftsführung sowie das Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner sicherzustellen. Dieses Ehrenamt hatte das Ehepaar bereits in den Jahren 2015 und 2016 inne. 

„Wir freuen uns sehr darüber, dass die Lücke so schnell geschlossen werden konnte. Ich danke den Klostervorsteher-Ehepaaren für ihr Engagement und die Bereitschaft, über die eigentlich geplante Amtszeit in diesem traditionsreichen Haus hinauszuwirken“, so der Bürgermeister und Vorsitzende des Kloster-Vorstandes, Uwe Schmitz.

Noch ein wenig Geschichte: Das Gasthaus zum Ritter St. Jürgen, auch Kloster genannt, wurde vermutlich im 15.  Jahrhundert als Armen- und Siechenhaus gegründet. Der erste urkundliche Nachweis stammt von 1465. Zu jener Zeit war es eine kirchliche Einrichtung (Hospital) außerhalb der Stadt, die dem heiligen Georg gewidmet war. Im Niederdeutschen steht der Name für Jürgen.

Herzog Adolf, der seit 1544 Landesherr des Amtes Husum war, ließ das Gebäude von 1563 bis 1571 erweitern, 1878 wurde die Fassade im neugotischen Stil umgebaut. Noch heute befindet sich dort unter anderem die Franziskus-Klosterglocke aus dem Jahr 1507, eine Klosterkapelle mit alter Ausstattung sowie Wohnungen.

Derzeit leben über 30 Präbendarinnen und Präbendare in dem altehrwürdigen Gebäude für betreutes Wohnen. Nach wie vor wird die lange Tradition des Hauses mit der kleinen und großen Klosterrechnung, der Wahl des Klostervorsteher- und Speisemeister-Ehepaares sowie vielem mehr lebendig gehalten.

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