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21.11.2018

Sichere Orte: Jugendtreffs in NF

Martin Sanders (li.) und Sita Hart (4.v.li.) vom Kinderschutz-Zentrum sowie die Mitarbeitenden der Jugendarbeit in NF.

© BISS

In den letzten Jahren sind vermehrt Fälle von sexuellen Übergriffen und sexueller Gewalt in Einrichtungen vorgekommen, in denen sich Kinder-und Jugendliche in der Obhut von Erwachsenen sowie Betreuerinnen und Betreuern befanden.

Sexuelle Gewalt findet jedoch nicht einfach statt. Die Täterinnen und Täter planen meist über einen längeren Zeitraum den Missbrauch, oftmals sind es Menschen, von denen man es am wenigsten vermutet, oft auch aus pädagogischen Handlungsfeldern. Die Mitarbeitenden der Jugendzentren und der Mädchentreffs im Kreis Nordfriesland setzten sich derzeit intensiv mit dieser Thematik auseinander. 

„Leider müssen wir mit dem Bewusstsein leben, dass sexueller Missbrauch überall stattfinden kann, auch in der offenen Jugendarbeit“, so Lars Wulff, Leiter des Kinder-und Jugendforums BISS in Husum, wo das Treffen stattfand. Er hatte dieses Thema für den Arbeitskreis der Mitarbeitenden in der offenen Jugendarbeit im Kreis Nordfriesland angeregt und stieß damit auf offene Ohren.

Er selbst war in den vergangenen Jahren Mitarbeiter im Kinderschutz-Zentrum Westküste des Diakonischen Werkes tätig und arbeitete als Präventionsfachkraft mit Vereinen, Verbänden und Kitas zu diesem Thema. Somit lag es nahe, die Thematik in die offene Jugendarbeit einzubringen, mit der Unterstützung des Kinderschutz-Zentrums Westküste.

„Wichtig ist, offen mit diesem Thema umzugehen und nicht zu denken, dass sexueller Missbrauch in den eigenen Wänden kategorisch ausgeschlossen ist“, so Martin Sanders vom Kinderschutz-Zentrum. Außerdem müssten viele Bereiche angesehen werden, unter anderem die erweiterten Führungszeugnisse, aber auch die Räumlichkeiten der Einrichtungen.

Sita Hart, Präventionsfachkraft im Kinderschutz-Zentrum, ergänzte: „Mitbestimmung der Kinder-und Jugendlichen sowie ein funktionierendes Beschwerdemanagement sind für einen guten Schutz unbedingt notwendig.“

Die Mitarbeitenden der Nordfriesischen Jugendarbeit nahmen regen Anteil an der Fortbildung. Als nächster Schritt wird eine gemeinsame Selbstverpflichtungserklärung erarbeitet, die in der offenen Jugendarbeit in Nordfriesland Anwendung finden soll, um so den Kindern und Jugendlichen die Jugendzentren und Mädchentreffs als sichere Orte ohne Übergriffe und Grenzverletzungen zu gewähren.

Text/Foto: BISS



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